Warschau - Auf einem Amateur- Video, welches unmittelbar nach der Flugzeugkatastrophe vom 10. April an der Absturzstelle entstanden war, konnte man Geräusche vernehmen die sich wie Schüsse anhörten, aber bisher noch nicht eindeutig identifiziert werden konnten. Jetzt sind in Polen angeblich die ersten Auszüge von Protokollen der Vernehmungen von 23 möglichen Zeugen zu der Tragödie an die Öffentlichkeit geraten, hierunter auch auch Aufzeichnungen der Vernehmungen von russischen Milizionären, die ebenfalls vor den Rettungskräften am Ort des Geschehens eingetroffen waren und hier mehrere Schüsse gehört haben wollen. Sehen Sie hier den Film: Amateurvideos nach dem Absturz der Tu-154
Die Zeugenaussagen der Milizsoldaten bestätigen somit auch die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse von polnischen Experten zur Authentizität eines populären Films aus dem Internet, den "Polskaweb" kurze Zeit nach der Katastrophe übernahm und veröffentlichte. Polnische Militärstaatsanwälte haben bereits Kopien der Vernehmungen in Smolensk, doch konnte bisher nur wenig ins Polnische übersetzt werden. Aber in der Frage um die möglichen Schüsse hat man alles bereits übersetzt.
Nach inoffiziellen Informationen nahmen Staatsanwälte bisher an, dass explodierende Munition aus den Ersatzmagazinen von polnischen Sicherheitsbeamten an Bord Schüsse ausgelöst haben könnte bzw. die russische Miliz Plünderer durch Warnschüsse in die Luft verjagte. Zumindest das letztere scheint nun durch die Aussagen der Milizen erst einmal ebenso inoffiziell ausgeschlossen. Die Analyse des og. Videos durch Experten des polnischen Geheimdienstes ABW, ergab keine Antwort auf die Frage ob an der Absturzstelle tatsächlich Schüsse gefallen waren. Die Auswertung erbrachte lediglich Stimmen von Männern und Frauen die Russisch sprachen und Männern die polnisch sprachen.
Die Aussage der Polizisten ist ein weiteres Indiz dafür, dass man auch genau klären sollte, was direkt nach dem Crash der Tupolew vor Ort passierte. 96 Menschen wurden hierbei getötet, auch der polnische Präsident Lech Kaczynski und seine Frau Maria. Als wahrscheinliche Absturzzeit gilt jetzt 8.41 Uhr (MEZ) 10.41 Ortszeit. Am Flughafen in Smolensk sollen zu dieser Uhrzeit nach Informationen aus diversen halboffiziellen Quellen, etwa ein Dutzend Polen aufgehalten haben, hierunter Diplomaten und Beamte der militärischen Spezialeinheit GROM die hohe Politiker schützen, aber auch schon mal Saddam Husseins Palast gestürmt hatten.
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Schüsse nach Crash in Smolensk
Geschrieben von: Till () am 09-05-2010 20:11