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BERLIN - Seit dem Abend gegen 20.20 Uhr sind US-Präsident Barack Obama, seine Frau Michelle sowie ihre Töchter Sasha und Malia Gäste in der deutschen Hauptstadt Berlin. Zeit für unzählige, ansonsten eher unwichtige Sicherheitsleute sich wichtig oder gar unersetzlich zu tun. Etwa 8000 streng blickende Polizisten - angeblich zum Schutze der Präsidentenfamilie eingesetzt - runden diese 25-stündige Muppet Show an Potsdamer und Pariser Platz ab. Solche gefragt nach dem wahren Grund ihres Einsatzes bekommt man denn auch ähnlich schwachsinnige Begründungen zu hören wie bei deutschen Telefondienstanbietern bezüglich ihrer Sicherheitsvorschriften im Datenverkehr: Al Kaida, Taliban, Zwickauer Zelle, Bin Laden, RAF usw. Und das alles schon ehe die eigentliche Märchenstunde Onkel Obamas überhaupt erst einmal begonnen hat. Der treibt es nämlich kabarettistisch am dollsten und so darf man wirklich gespannt sein welchen Bären er denn heute den Deutschen am Brandenburger Tor auf die Nase binden wird. Auf mögliche Themen haben die Medien das Volk ja schon kollektiv eingeschwört. Eines hiervon könnte so denn auch der Abbau (inexistenter) Atomwaffen, der (falsche) Bürgerkrieg in Syrien, die "Lage" in der Türkei oder im Iran nach Ahmadinedschad sein. Laut Sicherheitsberater soll es heute bei der öffentlichen Ansprache aber vor allen Dingen um eine Art "Weckruf an den Westen" für eine stärkere Zusammenarbeit im 21. Jahrhundert gehen, einen Appell an Bürger Regierungen in den kommenden 50 Jahren genau so erfolgreich zu sein wie schon in den vergangenen. Zur Erinnerung sei in diesem Zusammenhang gesagt dass vor genau 50 Jahren John F. Kennedy seinen legendären Auftritt in Berlin hatte und ausnahmsweise auch eine echte Wahrheit den Deutschen sagen durfte: "Ich bin ein Berliner". |